Der wunderschöne Sternenhimmel

Der wunderschöne Sternenhimmel

“Und er ist es, der euch die Sterne gemacht hat, damit ihr euch durch sie in der Finsternis des Festlandes und des Meeres zurechtfindet. Wir haben die Zeichen auseinandergesetzt für Leute, die Bescheid wissen. “ 

[al-an'am 96]

Es ist ein kalter Wintertag mit klarem Himmel.

Nach einem Spaziergang sitzt Somaya in eine kuschelige Decke gehüllt neben Yasmin, um sich ein Bilderbuch anzusehen. Yusuf erledigt noch seine Hausaufgaben. Da wird der Schlüssel in der Wohnungstür herumgedreht. Alle springen auf und rennen dem Vater entgegen.

“Assalamu `aleikum”, spricht der Vater zu seinen Kindern. 

Die Kinder erwidern gemeinsam wie aus einem Mund: “Wa `aleikum assalam wa rahmatu-llahi wa barakatuh.”

Die Erwiderung der Kinder ist ebenfalls auf Arabisch und bedeutet: “Und auf euch sei der Friede sowie die Barmherzigkeit Allahs und Seine Segnungen!”
Dadurch verhielten sich die Kinder ganz korrekt nach dem Qur’ an, weil Allah dort sagt:

“Und wenn ihr mit einem Gruß gegrüßt werdet, so grüßt mit einem schöneren wieder oder erwidert ihn.”

Der Vater nimmt Suleiman, der auf dem Arm der Mutter ist und ihm die Hände entgegenstreckt, und sagt:
“Seht nur, es ist schon ganz dunkel draußen; könnt ihr vielleicht noch mal eure Anoraks überziehen, ich möchte euch den wunderschönen Sternenhimmel zeigen.”
Kurz darauf stehen alle hinter dem Haus und sehen in die Nacht hinein.

“Wie viele Leuchten da oben sind”, meint Somaya.
Yasmin will es noch genauer ausdrücken und sagt:

“Das sind doch die Sterne.”

Die Mutter sagt:
“Subhana-llah, dies ist wirklich eine wunderschöne Nacht; ich könnte stundenlang hier stehen und diesen unendlich großen Himmel betrachten, den Allah für uns Menschen erschaffen hat.”

Seht nur, den ganz ganz großen, runden Stern da”, ruft Somaya. 

“Du meinst den Mond, nicht wahr?”, erläutert Yusuf.

“Ach, das müsste schön sein, von da oben herunterzuschauen! Von da oben sieht die Erde nicht viel größer aus, als der Mond von hier aus”, erzählt der Vater und setzt fort: “Und jeder dieser Sterne ist vom nächsten sehr weit entfernt, so dass man ihn von dort aus nur ganz klein sieht. Wisst ihr, dass Allah Sonne, Mond, Erde und alle diese Sterne in sechs Tagen erschaffen hat?”

“Das ist ja nur eine Woche”, wundert sich Yusuf.

“Ja schon”, sagt der Vater, “aber ein Tag bei Allah ist so viel wie ein tausend Jahre nach unserer Zeitrechnung. Daran können wir sehen, wie Allmächtig Allah ist. Er hat jedem Stern seine Laufbahn gegeben und hat so in diesem riesigen Weltall mit den unzähligen Sternen eine Ordnung geschaffen; auch das hat Er uns als Zeichen gegeben, damit wir nicht vergessen, wie groß Er ist.” 

Nachdenklich und staunend bleiben sie noch eine Weile stehen, dann gehen sie ins Haus, während sie Allah für Seine Allmacht preisen mit den Worten:
“Subhana-llah – Subhana-llah – Subhana-llah.”

Und ein Zeichen ist für sie die Nacht, von der wir den Tag (mit seiner Helligkeit) wegziehen, worauf sie sich plötzlich im Dunkeln befinden. (37) Desgleichen die Sonne. Sie eilt dem ihr gesetzten Ziel zu. Das ist (alles) von ihm bestimmt, der mächtig ist und Bescheid weiß.(38) Und für den Mond haben wir Stationen bestimmt (die er durchläuft), bis er schließlich (schmal und gekrümmt) wird wie ein alter Dattelrispenstiel (`urdschuun).(39) Und weder steht es der Sonne an, den Mond einzuholen, noch kommt die Nacht dem Tag zuvor. Alle (Gestirne) schweben an einem Himmelsgewölbe (falak).(40)

 [Yasin 37-40]

Quelle: Gutenachtgeschichten für unsere kleinen Muslime
Mariam Ahmad
Islamische Bibliothek

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