Von Kampagnen und Petitionsinitiativen gegen Bau von Moscheen und Verwehrungen von Grundrechten für Muslime in Europa – Beispiele
Manch Politiker und christliche Autorität betreiben öffentliche Kampagnen und Petitionsinitiativen gegen den Bau von Moscheen, indem sie diese als Symbole für die Zerstörung des jüdisch-christlichen Erbes Europas anprangern.Dabei ist eine Art Kunstgriff für die gegenwärtige öffentliche Diskussion über den Islam von zentraler Bedeutung: Indem man die Muslime aus der gesellschaftlichen Realität Europas ausblendet und sie statt dessen mit der angeblich homogenen und repressiven Kraft des globalen Islam identifiziert, werden sie im herrschenden Diskurs Teil einer imaginären Einheit und Macht, welche in den europäischen Gesellschaften subversiv wirkt und somit einen „inneren Feind“ bildet. In Wirklichkeit aber sind Europas muslimische Gemeinschaften unterschiedlicher Herkunft – Türken, Kurden, Marokkaner, Pakistaner, Bangladescher, Somalier, Afghanen, Iraker, Iraner usw. -, außerdem in sprachlicher und konfessioneller Hinsicht zersplittert und schließlich wirtschaftlich so marginalisiert, dass eigentlich jeder diese Zuschreibungen von Geschlossenheit und Macht als absurd erkennen sollte.
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