Zu einem erschreckenden Ergebnis ist eine bundesweite Arbeitsgruppe zur Jugendgewalt gekommen. Danach sind unter deutschen Jugendlichen ausländerkritische und fremdenfeindliche Vorurteile weit verbreitet. Fast jeder fünfte der quer durch alle Schulformen befragten Neuntklässler äußerte sich auch islamfeindlich.
Unter deutschen Jugendlichen sind ausländerkritische und fremdenfeindliche Vorurteile laut einer Studie weit verbreitet. Fast jeder dritte deutsche Schüler stimme der Aussage „voll und ganz“ zu, es gebe in Deutschland zu viele Ausländer. Ein weiteres Drittel der Befragten stimmt dem „eher“ zu, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf einen vertraulichen Abschlussbericht einer bundesweiten Arbeitsgruppe zur Jugendgewalt.Der Report für die Innenministerkonferenz (IMK) enthält dem Bericht zufolge erste Auswertungen einer bundesweiten Schülerbefragung vom Bundesinnenministerium (BMI) und Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachen (KFN).Fast jeder fünfte der in dieser nicht repräsentativen Studie quer durch alle Schulformen befragten Neuntklässler lässt demnach islamfeindliche Einstellungen erkennen. Jeder 13. Jugendliche räumt ein, eine Straftat mit rechtem Hintergrund begangen zu haben. Als Beispiele werden Hakenkreuz-Schmierereien oder Angriffe auf das Eigentum von Ausländern genannt.
Die IMK-Arbeitsgruppe empfehle Anschlussbefragungen, um die Ursachen der Ressentiments zu erhellen. Nach Angaben der Zeitung werden in dem Forschungsprojekt von BMI und KFN zum Thema Jugendkriminalität 50.000 Neuntklässler verschiedener Nationalitäten in 61 zufällig ausgewählten Städten und Landkreisen befragt. Bisher lägen dem KFN mehr als 30.000 beantwortete Fragebögen vor.
April 17, 2008 um 6:33
Die Ergebnisse der Umfrage verwundern mich keinesfalls. Selbst kämpfen wir hier gegen die Problematik. Dabei stellen sich leider auch immer wieder die Politiker in den Weg, die entweder die Fakten nicht wahr haben wollen, oder antifaschistische Jugendarbeit nicht unterstützen möchten.
Ich kann aus einer ländlichen Gegend berichten (Brandenburg …. !) und muss leider sagen, dass viele der Jugendlichen gar keinen Kontakt mit Ausländern in dem Maße haben. All die Argumente basieren auf Vorurteile, gegen die selbst Schulen wenig gegensetzen.