In der islamischen Welt gilt der Mord an der 31-jährigen Ägypterin Marwa Al-Sherbini in einem Gerichtssaal in Dresden am vorvergangenen Mittwoch jetzt schon als Schlüsselereignis in der europäisch-arabischen Geschichte. Die Tat geschah während eines Beleidigungsverfahrens gegen Alex W., der Al-Sherbini rassistisch beschimpft hatte. Obwohl der Täter ein Russlanddeutscher ist, der erst seit sechs Jahren in Deutschland lebte, sieht die arabische Welt ihre Befürchtungen bestätigt, dass der Westen von blindem Hass auf die arabische und moslemische Welt bestimmt wird. Al-Sherbini ist im Volksmund die „Kopftuchmärtyrerin. Ihr Begräbnis im ägyptischen Alexandria geriet zur wütenden Demonstration.
Der Autor dieses Textes ist Schriftsteller und Zahnarzt und lebt in Kairo. Sein Roman „Der Jakubijan-Bau“ ist einer der wichtigsten Bestseller in der arabischen Welt. Die international erfolgreicheVerfilmung war der teuerste Film, der je in Ägypten gedreht wurde.
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