Hasst der Westen den Islam?

Von Demokratie und Ignoranz – Ein Gastbeitrag des ägyptischen Schriftstellers Alaa Al-Aswani

In der islamischen Welt gilt der Mord an der 31-jährigen Ägypterin Marwa Al-Sherbini in einem Gerichtssaal in Dresden am vorvergangenen Mittwoch jetzt schon als Schlüsselereignis in der europäisch-arabischen Geschichte. Die Tat geschah während eines Beleidigungsverfahrens gegen Alex W., der Al-Sherbini rassistisch beschimpft hatte. Obwohl der Täter ein Russlanddeutscher ist, der erst seit sechs Jahren in Deutschland lebte, sieht die arabische Welt ihre Befürchtungen bestätigt, dass der Westen von blindem Hass auf die arabische und moslemische Welt bestimmt wird. Al-Sherbini ist im Volksmund die „Kopftuchmärtyrerin. Ihr Begräbnis im ägyptischen Alexandria geriet zur wütenden Demonstration.

Der Autor dieses Textes ist Schriftsteller und Zahnarzt und lebt in Kairo. Sein Roman „Der Jakubijan-Bau“ ist einer der wichtigsten Bestseller in der arabischen Welt. Die international erfolgreicheVerfilmung war der teuerste Film, der je in Ägypten gedreht wurde.
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Wo bleibt Merkel?

merkelAm 01.07.09 wurde Marwa El-Sherbini in Dresden aus Hass auf die Muslime und Fremde erstochen.

Wir können, wollen und dürfen nicht länger schweigen.
Die Politik muss endlich die Islamphobie in unserem Land ernst nehmen!

Muslime fordern eine öffentliche Stellungnahme von Frau Merkel zu dem abscheulichen Mord an Marwa El-Sherbini in Dresden!

Wir brauchen Deine Unterschrift!
„Ich fordere die Bundeskanzlerin Merkel dazu auf, sich öffentlich zum Mord an Marwa El-Sherbini zu äußern.“ Den Rest des Beitrags lesen »

Tötung von Marwa W. Solidarität und Verbundenheit mit der Familie des Opfers Islamfeindlichkeit thematisieren

Der Interkulturelle Rat in Deutschland hat die Nachricht von der Tötung der ägyptischen Staatsbürgerin Marwa W. mit Bestützung zur Kenntnis genommen. Die 32-jährige Apo-thekerin, die im Landgericht Dresden einer Gewalttat zum Opfer fiel, war schwanger und hinterlässt einen dreijährigen Sohn. Ihr Mann wurde bei der folgenden Polizeiaktion im Gerichtssaal schwer verletzt. Den Rest des Beitrags lesen »

Beim Namen nennen: antiislamischer Mord in Deutschland

imv-logo[1]Das Opfer, die 32-jährige Marwa El-Sherbini

Mit Bestürzung haben wie die Nachricht wie auch die Art der Berichterstattung über die
antiislamische Messerattacke in Dresden aufgenommen. Mit Kategorisierungen durch
Begriffe wie „ausländerfeindlich“ oder „rassistisch“ wird versucht die Tatsache zu umgehen, dass die antiislamische Agitation, die wir seit rund 30 Jahren beobachten und seit etlichen Jahren anmahnen, eine neue Stufe erreicht hat. Den Rest des Beitrags lesen »

Widerstand gegen Anti-Islam-Kongress proKoeln im September SL 4.6.2008

Widerstand gegen den „Anti-Islam-Kongress“ von „Pro Köln/Pro NRW“ formiert sich.

Mehr als 40 Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen rufen zur Verhinderung durch zivilen Ungehorsam auf, darunter Kölner Kabarettisten, Die Stunksitzung und der Dachverband der aktiven Fanclubs des 1.FC Köln.

Unter dem Titel dem Titel „Nein zur Islamisierung – Nein zur Kölner Großmoschee“ will die rechtsextremistische „Bürgerbewegung pro Köln“ am 19. und 20. September 2008 eine „Großveranstaltung“ am Rheinufer in Deutz durchführen. Zu diesem Kongress ist die Crème de la Crème des europäischen Rechtsextremismus geladen. Neben dem Vorsitzenden des „Front National“ aus Frankreich, Jean Marie Le Pen, soll u. a. der verurteilte Holocaust-Leugner Nick Griffin, Vorsitzender der British National Party (BNP), als Redner auftreten. Den Rest des Beitrags lesen »

Gegen Islamisierung und Überfremdung

(junge Welt). Europas Rechtspopulisten und Rechtsextreme rücken enger zusammen. Vom 19. bis 21. September soll in Köln der bisher vermutlich bedeutendste internationale „Anti-Islam-Kongress“ stattfinden. Ausrichter und Gastgeber sind Pro-Köln (BpK) und Pro-NRW, in deren Führungspersonal ehemalige Mitglieder der Republikaner und der ausländerfeindlichen Deutschen Liga für Volk und Heimat den Ton angeben. Bei der Kommunalwahl im September 2004 kam Pro-Köln mit 4,7 Prozent in den Stadtrat und ist seither auch in allen neun Bezirksvertretungen der Stadt vertreten. Zur Kommunalwahl im kommenden Jahr wollen die Anti-Islam-Kämpfer über Pro-NRW auch in anderen Städten antreten. Der „Anti-Islam-Kongress“ soll, neben der fortschreitenden Vernetzung des europäischen Rechtspopulismus, auch als Wahlkampf-Auftakt dienen.

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McCain’s „Spiritual Guide“ Wants America to Destroy Islam

Kulturelle Säuberung? Strategien eines immer offener ausgetragenen Kampfes gegen die Muslime – Von Liz Fekete

Von Kampagnen und Petitionsinitiativen gegen Bau von Moscheen und Verwehrungen von Grundrechten für Muslime in Europa – Beispiele

Manch Politiker und christliche Autorität betreiben öffentliche Kampagnen und Petitionsinitiativen gegen den Bau von Moscheen, indem sie diese als Symbole für die Zerstörung des jüdisch-christlichen Erbes Europas anprangern.Dabei ist eine Art Kunstgriff für die gegenwärtige öffentliche Diskussion über den Islam von zentraler Bedeutung: Indem man die Muslime aus der gesellschaftlichen Realität Europas ausblendet und sie statt dessen mit der angeblich homogenen und repressiven Kraft des globalen Islam identifiziert, werden sie im herrschenden Diskurs Teil einer imaginären Einheit und Macht, welche in den europäischen Gesellschaften subversiv wirkt und somit einen „inneren Feind“ bildet. In Wirklichkeit aber sind Europas muslimische Gemeinschaften unterschiedlicher Herkunft – Türken, Kurden, Marokkaner, Pakistaner, Bangladescher, Somalier, Afghanen, Iraker, Iraner usw. -, außerdem in sprachlicher und konfessioneller Hinsicht zersplittert und schließlich wirtschaftlich so marginalisiert, dass eigentlich jeder diese Zuschreibungen von Geschlossenheit und Macht als absurd erkennen sollte.
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