
Hier werden die europäischen und internationalen Steuerzahler zur Kasse gebeten, um die Zerstörungen Israels wieder gutzumachen. Das ist der falsche Ansatz
Hier werden die europäischen und internationalen Steuerzahler zur Kasse gebeten, um die Zerstörungen Israels wieder gutzumachen. Das ist der falsche Ansatz
Norman Paech, Abgeordneter der LINKEN, besuchte den Gaza-Streifen / Der Hamburger Jurist (Jahrgang 1938) ist emeritierter Professor für Öffentliches Recht und außenpolitischer Sprecher der LINKEN
ND: Herr Prof. Paech, Sie sind Anfang der Woche von einem Aufenthalt im Gaza-Streifen zurückgekehrt. Kann man als ausländischer Politiker einfach dorthinfahren?
Paech: Nein, das ist sehr schwierig. Es ist beileibe nicht allen möglich, weil Israel nach wie vor eine Blockade des Gaza-Streifens praktiziert. Dieses war eine europäische Parlamentarierdelegation unter Leitung der Vizepräsidentin des Europaparlaments.
Über das Ausmaß der Zerstörungen im Gaza-Streifen ist viel geschrieben und gesendet worden. Gab es trotzdem für Sie Schockierendes, Unerwartetes?
Schockierend war für mich, real vor Augen zu haben, dass das nicht ein Krieg gegen Hamas und auch nicht gegen die Raketen schießenden Gruppierungen war, sondern offensichtlich ein Krieg gegen die Bevölkerung. Was wir an Zerstörung von Häusern, Fabriken, zivilen Einrichtungen, Moscheen und Krankenhäusern gesehen haben, das sagt ganz eindeutig: Hier ist die Zivilbevölkerung Ziel des Krieges gewesen. Den Rest des Beitrags lesen »
Israel zerstörte in Gaza 361 Fabriken und 25000 Wohnungen. Material für den Wiederaufbau wird nicht durchgelassen. Ein Gespräch mit Mustafa Barghouti
Jetzt, wo die Waffen schweigen, wird für die Palästinenser im Gazastreifen das ganze Ausmaß der Zerstörungen sichtbar. Die Menschen stochern durch die Trümmer, ziehen Leichen hervor, setzen die Toten bei. Es gibt mehr als 1300 Todesopfer, Hunderte davon sind Kinder. Kaum vorstellbar, dass aus so viel Zerstörung, aus so viel Bösem, jemals etwas Gutes erwachsen kann.